Hochzeitsrituale

Ausergewöhnlich, spirituell und alternativ

Eine Trauung besteht aus einer Vielzahl von Ritualen, egal ob es sich um eine kirchliche oder eine freie Trauung handelt. Was wäre eine Hochzeit ohne Ringtausch oder ersten Kuss? Viele Paare sind aber auf der Suche nach ganz eigenen, ausgefallenen Ritualen, die sich in eine spirituelle freie Trauung einbinden lassen. Hier findet ihr 5 Ideen für eure Hochzeit.

 

Handfasting

Das Handfasting wird auch Knotenritual genannt und ist ursprünglich ein keltischer Hochzeitsbrauch. Dabei reicht sich das Brautpaar die Hände, die mit einem Band verbunden werden. Die Art des Bandes lässt sich dabei wunderbar auf die jeweilige Hochzeit abstimmen. Ein besticktes Seidentuch eignet sich ebenso gut, wie eine rustikale Kordel oder auch ein persönliches Stoffstück mit Geschichte. Zum Beispiel ein Stück Spitze aus dem Brautkleid der Mutter oder die Krawatte eines verstorbenen Großvaters verleiht dem Ritual eine ganz besondere Bedeutung. Nachdem das Paar einige Moment symbolisch miteinander verbunden waren, werden die Hände aus dem Knoten gelöst und dieser zugezogen. Der Brauch prägte auch den englischen Ausdruck „to tie the knot“ (auf deutsch: „den Knoten binden“), der für das Schließen einer Ehe steht. Der Knoten zeigt die innige Verbindung des Brautpaares und kann als Erinnerungsstück dekorativ aufbewahrt werden.

 

Hochzeitskerze

Das Entzünden einer Hochzeitskerze klingt im ersten Moment sehr nach einem religiösen Brauch, der auch oft bei kirchlichen Trauungen zum Einsatz kommt. Allerdings ist Feuer bei vielen spirituellen Ritualen ein wichtiger Bestandteil, da das Licht für Wärme, Geborgenheit und Hoffnung steht und damit für das Symbol einer jungen Ehe wie gemacht ist. Der Funken der Liebe entzündet die Kerze und erhellt die Zeremonie. Für die richtige Wirkung empfiehlt sich eine große dicke Kerze, die auch viele Jahre nach der Ehe noch als schöne Erinnerung an den großen Tag entzündet werden kann. Gemeinsam mit dem Partner kann die Kerze vor der Hochzeit gestaltet werden, damit das Ritual noch persönlicher für das Brautpaar wird.

 

Ring Warming

Bei dem Ring Warming, also dem aufwärmen der Trauringe, werden alle Gäste in die Zeremonie eingebunden. Die Eheringe werden dabei von Gast zu Gast gegeben, um die Ringe symbolisch mit der Liebe der Freunde und Verwandten aufzuladen. Es können auch kleine Gebete oder Segen über die Ringe gesprochen werden, oder gute Wünsche für das Brautpaar. Um zu verhindern, dass die Ringe bei dem Weitergeben herunterfallen werden sie oftmals auf ein langes Band gefädelt, dass durch alle Reihen bis zu dem Altar nach vorne reicht. Zusätzlich können die beiden Trauringe mit einer kleinen Schleife aneinandergebunden werden, damit nicht ein Ring alleine vorne ankommt, während der zweite noch zwischen den Reihen hängt. Je nach Anzahl der Gäste muss aber entsprechend Zeit für dieses Ritual eingeplant werden.

 

Feuerwünsche

Bei diesem Ritual werden gute Wünsche auf ein kleines Stück Papier geschrieben, entweder von dem Brautpaar an ihre gemeinsame Zukunft oder von allen Gästen für das Paar. Anschließend werden die Zettel in einer Feuerschale verbrannt und die Wünsche sollen wahr werden, während sie als Funken zum Himmel fliegen. Man kann die Schale auch auf dem Wasser schwimmen lassen und so die Wünsche mit einem Wunschboot auf die Reise schicken. Besonders romantisch ist auch die Variante kleine Laternen zu basteln und die Wünsche direkt als Himmelslaterne aufsteigen zu lassen. Bei diesem Ritual sollte aber unbedingt mit der Location abgesprochen werden, ob offenes Feuer in dieser Form gestattet ist. Für Fans von besonders spirituellen Trauungen können auch Kräuter mit besonderen Eigenschaften in das Feuer gegeben werden. Pluspunkt dabei ist der angenehme Duft, der beim Verbrennen der Wünsche entsteht.

 

Scherben

Früher war eine Hochzeit ohne einen Polterabend undenkbar. Heute verzichten die meisten Paare darauf und nutzen die Zeit lieber für die Planung der Hochzeit. Das Symbol der Scherben als Glücksbringer besteht jedoch weiterhin und lässt sich ganz einfach in eine freie Trauung integrieren. Warum nicht einfach während der Zeremonie poltern? Wirft man nur einen Teller oder ein Glas auf den Boden, entsteht nicht so viel Schmutz, aber auf jeden Fall Scherben. Verschiedene Rituale lassen sich auch wunderbar kombinieren, so gibt es einige Bräuche, bei denen das Brautpaar beispielsweise ein Glas Wasser oder Wein zusammen trinken. Anschließend kann man dieses Glas in ein Tuch einwickeln und drauftreten. Das Ergebnis sind garantiert die glückbringenden Scherben.